Home / Ratgeber / Pflegeversicherung, Sterbegeld, Berufsunfähigkeitsversicherung: Staatliche Förderungen für private Vorsorge erhalten

Pflegeversicherung, Sterbegeld, Berufsunfähigkeitsversicherung: Staatliche Förderungen für private Vorsorge erhalten

Private Vorsorge ist wichtig, um im Alter abgesichert zu sein. Die private Vorsorge lässt sich teilweise durch eine staatliche Förderung erweitern oder mit steuerlichen Vergünstigungen verknüpfen. Während man für die zusätzlichen Bestandteile einer Pflegeversicherung staatliche Subventionen erhalten kann und Verbeamtete ein Sterbegeld erhalten, ist die steuerliche Absetzung von einer Berufsunfähigkeitsversicherung nur unter bestimmten Umständen möglich.

Staatliche Förderung bei der Pflegeversicherung

Seit über 20 Jahren existiert die Pflegeversicherung, die als Erweiterung der Krankenversicherung zu den Pflichtversicherungen gehört. Wer in einer gesetzlichen Krankenversicherung Mitglied ist, bezahlt automatisch einen Betrag für die Pflegeversicherung, während privat Versicherte zusätzliche Policen hierfür abschließen müssen. Wer zusätzlich zu seiner gesetzlich verpflichtenden Pflegeversicherung noch Zusatzversicherungen abschließt, kann für diese staatliche Förderung erhalten. Diese umfasst eine Summe von jährlich 60 Euro.
Es müssen allerdings gewisse Voraussetzungen solcher zusätzlichen Pflegeversicherungen erfüllt werden, damit die staatliche Zulage anfällt. So muss beispielsweise der Eigenanteil an der Zusatzversicherung mindestens zehn Euro monatlich umfassen. Zusätzlich müssen die Pflegeleistungen für alle Pflegegrade Leistungen vorsehen und eine Mindestsumme von 600 Euro für die Pflegestufe 5 im Monat ausmachen. Wer also eine staatliche geförderte Zusatzversicherung abschließen möchte, sollte sich bei seinem Versicherer zuvor darüber informieren, ob die staatliche Förderung im Einklang mit dem Tarif steht. Weitere Informationen des Gesetzgebers zur Pflegeversicherung und zur staatlichen Förderung finden sich auf der Website des Bundesgesundheitsministeriums.

Sterbegeld wurde vor einigen Jahren noch von der Krankenkasse ausbezahlt

Vor einigen Jahren wurde das Sterbegeld noch von den Krankenkassen bezahlt, doch inzwischen müssen sich die meisten Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen selbst um die entsprechende Vorsorge kümmern und Geld ansparen, mit dem die eigene Beerdigung finanziert wird – um Angehörige nach dem Ableben nicht mit diesen Kosten zu belasten. Als Alternative schließt man eine Sterbegeldversicherung ab; die Top 3 Angebote sind schon für einen geringen jährlichen Betrag zu haben. Pensionäre sowie Empfänger der gesetzlichen Rente haben oft die Option auf ein Sterbegeld, so wird beispielsweise die Rente an einen Witwer oder eine Witwe noch einige Monate nach dem Tod des Lebenspartners ausgezahlt, während ehemalige Beamten ebenfalls nach ihrem Ableben noch Bezüge für ihre Angehörigen erhalten. Mit diesen Zuwendungen können die Kosten für die Trauerfeier bezahlt werden, ohne dass die Auszahlung dabei immer explizit als Sterbegeld deklariert wird.

Lässt sich die Berufsunfähigkeitsversicherung steuerlich absetzen?

Steuerlich absetzen dagegen lässt sich die Berufsunfähigkeitsversicherung unter gewissen Umständen. Wer nicht mehr arbeiten kann, wird zwar eine Erwerbsminderungsrente erhalten, mit dieser jedoch nicht seinen aktuellen Lebensstandard halten können. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung kann relativ teuer sein, wenn man in einem Beruf mit einem hohen Unfallrisiko arbeitet. Je jünger man zu Beginn der Versicherung ist, desto günstiger wird der Preis sein. Dabei sollte man auf die Leistungen im Tarif achten.
Unter Umständen kann die Berufsunfähigkeitsversicherung von der Steuer abgesetzt werden. Allerdings wird sie unter dem selben Posten abgesetzt wie die Beiträge für die Kranken- und Pflegeversicherung – Angestellte können 1900 Euro absetzen, während Selbstständige 2800 Euro als Sonderausgabenabzug für „andere Versicherungen“ absetzen können. Da dieser Betrag normalerweise bereits durch die Krankenversicherung erreicht wird, ist kein steuerlicher Vorteil zu erreichen. Jedoch ist hier immer der Einzelfall zu prüfen, um steuerliche Vergünstigungen vollständig zu beanspruchen.

Facebook